Künstliches Hüftgelenk
Es gibt eine große Anzahl von unterschiedlichen Hüft-Prothesen, die je nach Anforderung, Größe, Knochensubstanz mit oder ohne Zement in die Hüfte implantiert werden können. Die Operationsplanung auf der Basis von Diagnose, Röntgenbilder und Gesprächen ist so wichtig wie die Operation selbst
Operationsablauf im Überblick
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- Der Zugang zum Hüftgelenk erfolgt von hinten - der Patient liegt auf der Seite
- Der erkrankte Femurkopf und der Hals werden entfernt
| | - Die Hüftpfanne wird aufgeraspelt
- Die künstliche Hüftpfanne wird verankert - mit oder ohne Zement
| | - Der Schaft wird mit Raspeln in aufsteigender Größe aufgeraspelt
- Der Prothesenschaft wird in den Oberschenkelknochen eingebracht - mit oder ohne Knochenzement
| | - Der Prothesenkopf wird aufgesteckt (für die Beinlänge und Gewebsspannung wichtig) und mit dem Schaft verbunden.
- Die Hüfte wird eingerenkt…die Wunde verschlosse
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Es besteht in der Unfallchirurgie und Orthopädie die Tendenz, auch kleinere Hüft-Prothesen mit einem Schaft von nur 10 cm Länge zu implantieren. Das hat den Vorteil kleinerer Schnitte, geringeren Blutverlustes, geringerer Gewebeverletzung, schnellerer Heilung und Rehabilitation, bedingt allerdings eine aufwendigere Technik. Wir arbeiten ebenfalls mit dieser Operationstechnik bei dafür geeigneten Patienten, das sind in der Regel jüngere Menschen mit guter Knochensubstanz. Dank modernstem Navigationsverfahren kann der Oberschenkelknochen millimetergenau gefräst und ohne Zement präzise eingesetzt werden, was im Hinblick auf eventuelle Wechseloperationen 15 Jahre später von großem Vorteil ist.