Schulterenge-Syndrom Das Impingement tritt nach entsprechend sportlicher oder beruflicher Belastung mit „Überarm-Aktivitäten“ in der Regel nach dem 55. Lebensjahr auf, zahlen- mäßig sind Männer und Frauen zu gleichen Teilen betroffen. Auftretende Schmerzen sollte man keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, neben unerträglichen Schmerzen drohen Bewegungs-einschränkungen bis hin zu Schultersteife. Was ist ein „Impingement“? Damit wird eine Enge bezeichnet zwischen dem Oberarmkopf, den Sehnenansätzen und dem Schulterdach. Wenn es in diesem natur- gemäß engen Raum noch enger wird kommt es zu chronischen Reizungen, zu Schmerzen und Bewe- gungseinschränkungen. Im frühen Stadium können konservative Therapiemaßnahmen wie Kältebe-handlung, Elektrotherapie, Krankengym-nastik, Tabletten, Salben oder entzündungs-hemmende Spritzen hilfreich sein. Doch letztlich geht es darum, Platz unter dem Schulterdach zu schaffen. Das kann durch offene Operationen oder durch arthros-kopische Eingriffe geschehen. Der entzündete, verklebte Schleimbeutel unter dem Schulterdach z.B. wird dann entfernt oder „weggefräst“, ein zu enges Band am Oberarmkopf wird durchtrennt. Auch hier beseitigt die Operation die Ursachen und unterbricht die Schmerzweiterleitung. Man kann davon ausgehen, dass nach einer Woche Ruhig-stellung und Krankengymnastik der Schmerz für immer weg ist.
| | Kalkschulter Als Reaktion auf eine anhaltende Reizung im Rahmen eines Engpass-Syndroms in der Schulter kann sich eine „Kalkschulter“ bilden, die den ohnehin schon engen Raum noch enger macht. Das führt zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, die nur operativ zu beseitigen sind. Über einen etwa 2 cm kleinen Schnitt können im Rahmen einer Operation die Kalkdepots in der Rotatoren-manschette „ausge-räumt“ werden. Damit ist die Ursache behoben, Schmerz und Bewegungs-einschränkungen verschwinden nach einigen Wochen. Doch sollte man bedenken: die Defekte in der Schulter entstehen oft über Jahrzehnte, so sollten Therapeuten und Patienten beim Heilungsprozess und Muskelaufbau Geduld mitbringen. Dennoch hat sich im Laufe der letzten Jahre dank besserer Diagnostik und modernen Behandlungs-möglichkeiten der Schulterschmerz vom ausge-lieferten Schicksal in einer behandelbare Erkrankung verwandelt | | Die Rotatorenmanschette ist eine Muskelgruppe, die das Oberarmgelenk in der sehr flachen Gelenkpfanne des Schulterblatts hält. Die extreme Beweglichkeit des Gelenkes bedingt gleichzeitig eine potentielle Instabilität, weshalb die Gefahr von Verrenkungen, „Auskugeln“ und Bänderrissen, in höherem Alter auch von Brüchen besonders stark ist, besonderes nach Stürzen. Beim Rotatorenmanschetten- riss sind die Sehnen und Muskeln im Schulterbereich geschädigt oder gar gerissen und müssen genäht werden. Das kann durch eine offene Operation oder durch einen arthroskopischen Eingriff geschehen. Beide Methoden beseitigen die Ursache und hemmen gleichzeitig die Schmerzweiterleitung. Darum ist nach einer Woche Ruhig-stellung und einer Übungsphase der Schmerz weg - für immer! |